Familienstandorte für Generationen
Wer für die eigene Familie einen Ort sucht, an dem auch die Enkel noch wohnen sollen, entscheidet mehr als Grundriss und Preis: ob das Haus gesund und reparierbar gebaut ist, woher Wasser, Wärme und ein Teil der Nahrung kommen, wie es in seine Gegend passt und wem es gehören wird, wenn die Generation wechselt. Larium begleitet diese Entscheidungen von der ersten Prüfung bis zum Betrieb.
Die Vorprüfung aus Ihren Unterlagen kostet CHF 1.490 je Objekt oder Projekt.
Wie ein Mandat verläuft
- Prüfen
- Am Anfang steht meist eine konkrete Frage zu einem Grundstück oder Haus: ob der Kauf trägt, was die Sanierung kosten wird, ob das Land wirklich bebaut werden darf. Wir lesen Grundbuch, Pläne, Verträge und Gutachten, sehen uns Verkäufer oder Bauträger genauer an und sagen dann, ob wir zuraten, abraten oder unter welchen Bedingungen ein Kauf vertretbar ist. Liegt das Objekt im Ausland, prüfen wir zusätzlich, wie sicher dort Eigentum eingetragen wird und wie man es wieder verkauft.
- Entwerfen
- Steht der Ort fest, schreiben wir mit der Familie ein Standortkonzept, bevor ein Architekt zeichnet. Darin steht, wer in welchen Lebensphasen dort wohnen wird, welche Bauweise zu Klima und Genehmigung passt, wie Wasser und Wärme gesichert werden, was der Garten liefern soll und welche Eigentumsform gewählt wird, dazu ein Kostenrahmen, ein Terminplan und unsere Empfehlung, wer baut.
- Bauen
- Vergibt die Familie die Arbeiten selbst, vertreten wir sie gegenüber Planern und Unternehmern und kontrollieren Budget, Termine und Ausführung. Will sie einen einzigen Vertrag, bauen wir als Generalunternehmer zu einem Festpreis oder Kostendach. In beiden Fällen wird die Baustelle jede Woche nach festem Protokoll fotografiert; wir werten die Aufnahmen aus und melden Mängel, bevor Abdichtung, Dämmung oder Leitungen hinter Putz und Estrich verschwinden.
- Betreiben
- Nach dem Einzug übernehmen wir auf Wunsch den Unterhalt. Wir führen den Investitionsplan, beauftragen und kontrollieren Hauswart, Gärtner und Handwerker und halten fest, was am Haus gemacht wurde, damit die nächste Generation es nicht neu herausfinden muss.
Haus
In einem Haus, in dem man alt werden will, zählt zuerst, was man täglich einatmet und hört. Wir messen Raumluft, Feuchte, Schall und Tageslicht, prüfen Baustoffe auf Ausdünstungen und beurteilen erst danach; die Messwerte gehen in die Objektdokumentation.
Dauerhaft wird ein Haus durch Konstruktionen, die sich reparieren lassen, und durch Materialien wie Kalk, Holz, Naturstein oder Lehm, die mit den Jahren eher besser aussehen. Wo es zu Klima und Genehmigung passt, bauen unsere Partner in Lehm, Holz oder mit vorgefertigten Systemen. Den Grundriss planen wir so, dass im Alter niemand ausziehen muss: ein Schlafzimmer auf der Eingangsebene, wenige Schwellen, Treppen, die man auch mit achtzig noch geht.
Was wir zur Begehung mitnehmen
Das Lot
Gewicht und Schnur, seit römischer Zeit unverändert. Mit dem Lot beginnt jede Begehung, bei der Frage, ob der Bau so steht, wie er stehen soll.
Thermografie
Das Wärmebild zeigt Wärmebrücken, feuchte Stellen und undichte Anschlüsse, lange bevor ein Schaden sichtbar wird. Jeder Befund kommt mit Bild ins Register.
Feuchteindikation
Mit der Rastermessung sieht man, wie hoch die Feuchte in Sockel und Wand steht, ohne ein Bauteil zu öffnen. Messpunkte und Werte halten wir in der Objektdokumentation fest.
Land
Zu einem Familienstandort gehört Land, das etwas trägt. Vor dem Kauf klären wir, wie viel Regen fällt und versickert, ob eine Quelle Trinkwasser liefert, wo eine Zisterne sitzen kann, wie viel Strom das Dach erzeugt und wie die Wärme über den Winter kommt. Geplant wird das mit dem Haus, damit Leitungen, Speicher und Technikräume später nicht hineingezwängt werden müssen.
Gärten, Obstbau und Permakultur planen und bauen wir mit Spezialisten, ebenso Aquaponik, bei der Fische und Gemüse in einem gemeinsamen Wasserkreislauf wachsen. Wie weit sich ein Ort selbst versorgen soll, entscheidet die Familie, etwa mit dem Ziel, dass er eine längere Unterbrechung von Stromnetz und Lieferketten übersteht.
Ort und Geschichte
Bevor wir planen, suchen wir in Grundbuch, Archiven und alten Plänen, was an der Stelle stand, wer dort gewirtschaftet hat und wie in der Gegend gebaut wurde. Dabei findet sich manchmal mehr als ein Stilhinweis: ein alter Wegverlauf, eine verschüttete Quelle, ein Grund, warum ein Hof gerade an diesem Hang liegt.
Regionale Formen, Materialien und Handwerk nehmen wir in den Entwurf auf. Wer an einem Ort bleiben will, braucht dort auch Menschen; wir stellen Kontakte zu Handwerksbetrieben, Gemeinde und kulturellem Leben her, planen auf Wunsch Räume für Bibliothek, Sammlung, Salon oder Gäste und legen eine Chronik des Ortes an, die mit dem Haus weitergegeben wird.
Eigentum und Finanzierung
Ein Familienstandort bindet über Jahrzehnte Vermögen, und die schwierigsten Fragen kommen meist erst beim Generationenwechsel: wer das Haus nutzen darf, wer den Unterhalt zahlt, wie ein Erbe aussteigt, ohne dass verkauft werden muss. Wir klären das mit der Familie, bevor gekauft oder gebaut wird, und schlagen eine Eigentumsform vor, etwa eine Familiengesellschaft mit festgelegten Nutzungsrechten.
Zur Finanzierung gehören Eigenmittel, Bankkredite und ein Plan der Bauetappen, bei Vorhaben mehrerer Familien auch Regeln, nach denen gemeinsam finanziert und genutzt wird. Wer zwischen Ländern wählt, bekommt von uns einen Vergleich von Eigentumsrecht, Rechtssicherheit, Steuern und Lebensqualität für die Orte, die infrage kommen.
Partner
Larium führt jedes Vorhaben selbst und steht für das Ergebnis ein. Geplant und gebaut wird mit Partnern, die wir für das jeweilige Projekt auswählen und im Vertrag namentlich nennen: Baumeister und Handwerksbetriebe, Fachleute für Lehm-, Holz- und Systembau, für Energie und Haustechnik, für Wasser und Abwasser, für Permakultur und Aquaponik und für Baugesundheit und Messtechnik.
Bezahlt werden wir allein von der Familie, für die wir arbeiten. Bauen wir als Generalunternehmer, sieht sie Kosten und Zuschlag offen, und ein unabhängiger Partner prüft die Ausführung.
Vorprüfung
Für einen ersten, belastbaren Eindruck genügt oft eine Prüfung aus den Unterlagen. Wir sehen Exposé, Pläne, Verträge und Fotos durch, beurteilen Standort und Risiken, schreiben ein Ersturteil mit Risikoregister und besprechen es mit Ihnen.
CHF 1.490 einmalig, ein Objekt oder Projekt
Vorprüfung bestellen- Strukturierte Fallaufnahme
- Schriftliches Ersturteil
- Priorisiertes Risikoregister
- Persönliches Fachgespräch
Verantwortlich
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Benjamin Fercher
Bau und Umsetzung
Bauingenieur mit mehr als 15 Jahren Erfahrung auf Baustellen, in Planungsbüros und in der unabhängigen Beratung. Begleitete Projektvolumen von über EUR 120 Mio.
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Rahim Taghizadegan
Standort, Kultur und Finanzierung
Ökonom in direkter Tradition der Österreichischen Schule, lehrte an Universitäten in ganz Europa und ist Autor von fünfzehn Büchern. Gründer von scholarium in der Schweiz und von citadel.garden. Verantwortet bei Larium Standortwahl, Finanzierung und Eigentum sowie die kulturelle und geschichtliche Einbettung der Orte.
Der Name
Die Römer nannten die Schutzgeister eines Hauses Lares. Sie gehörten zum Ort. Wer auszog, nahm die Penaten mit; der Lar blieb im Haus. Die Familie ehrte ihn täglich am Hausschrein, dem Lararium, und draussen, an den Wegkreuzungen zwischen den Grundstücken, standen seine Schreine ebenso. Im Portugiesischen heisst lar bis heute schlicht Zuhause.
larium ist der Genitiv Plural dazu: der Laren. Es ist dieselbe Bildung wie in scholarium, das aus der mittelalterlichen Formel für die Gemeinschaft der Meister und Scholaren stammt.
Uns gefällt die Rollenverteilung, die darin steckt. Eigentümer und Generationen wechseln, das Haus bleibt und braucht jemanden, der es über diese Zeit hinweg kennt.
Ein Vorhaben besprechen
Schreiben Sie uns, wo der Ort liegt oder liegen soll, wer dort leben wird und was Sie vorhaben. Wir antworten persönlich.